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Paypal – Sichererer. Vorsicht vor Werbeversprechen!

// April 2nd, 2011 // 23 Comments » // Allgemein, Privat

Vorweg: Ich schreibe solche Berichte für gewöhnlich nicht, geschweige denn dass ich diese dann online stelle. Ich bin kein Mensch der unbedacht handelt, habe sehr viel Erfahrung im Umgang mit dem Internet und arbeite selbst als Teamleiter einer größeren Internet-Agentur. Doch was mir widerfahren ist, kann jedem passieren der ein Paypal Konto hat.

Mein Bericht vom Verlust meines iPads und wie ich nun auf den Kosten sitzen bleiben.

Alles Begann mit dem Kauf eines iPads bei Ebay im späten Dezember 2010. Ich bot eigentlich aus keinem echtem Kaufinteresse mit, wusste ich doch die Ankündigung des iPad2 nicht mehr lange auf sich warten lassen würde. Da die aktuellen Gebote noch recht niedrig waren und ich meist in den letzten 20Sekunden biete gab ich mein maximal Gebot ab. Vorher beobachte ich lediglich. Gesagt getan und überraschenderweise auch gewonnen. Das ganze würde sich so oder so lohnen, da ich das iPad mit Gewinn wiederverkaufen könnte. Hätte ich gewusst wie die Geschichte enden würde, ich hätte es niemals  verkauft!

iPad gestohlen. Paypal Verkäuferschutz versagt.

Nachdem das iPad wie b eschrieben eintraf begann ich

es sofort bei diversen Plattformen einzustellen. Anfangs ohne größeren Erfolg. Auch bei Ebay Kleinanzeigen, welche ja mit Ebay und Paypal direkt verbandelt sind. Schon von Beginn an wurde mein Postfach mit Spam aus Afrika und England zugeschüttet. Alles im schlecht übersetztem Deutsch “Ich möge doch meine Kontodaten bekanntgeben, bzw. das iPad schon mal auf den Weg schicken”. Aber na sicher doch. In dem Ganzen Spam echte Interessenten herauszufiltern ist gar nicht so leicht, dennoch fand ich irgendwann jemanden. bzw. Er fand mich.

Eines Abends rief mich also jemand an und wollte das iPad kaufen. Er selbst sei leider nicht in Berlin und würde dies abholen lassen. Seine eigene Telefonnummer sendete er nicht mit, was bei mir Grundsätzlich ein komisches Bauchgefühl auslöst. Ich sagte ihm Klipp und Klar: Das können wir gerne machen, wenn das Geld vorher da ist. Er fragte mich nach der Möglichkeit das Geld via Paypal (ein von mir bis dahin als Sicher eingestuftes System) überweise zu können. Ich machte dem potentiellen Käufer noch einmal ausdrücklich klar  das ich das iPad nicht aus der Hand geben würde, wenn das Geld nicht rechtzeitig drauf wäre. Alles kein Problem betonte der vermeintliche Interessent.

Ein paar Minuten später war das Geld tatsächlich auch auf meinem Konto eingegangen.

Mein anfänglich ungutes Bauchgefühl verschwand und auch wenn der südländische junge Typ, der das iPad abholte viel zu spät war, einen eiskalten Händedruck hatte und  offensichtlich nicht wusste was er abholte, so war ich guter Dinge. Nachdem das iPad weg war beschlich mich dennoch wieder ein eigenartiges Gefühl. Dies hatte letztlich mit dem verdächtigem Auftreten des Laufjungen zu tun. Ich transferierte sicherheitshalber das Geld von Paypal auf mein echtes Konto und versuchte mich noch mal schlau zu machen wann denn der beworbene Verkäuferschutz einsetzen würde. Egal wo man hinklickte: Überall wurde einem suggeriert das Paypal in jedem Fall für den Schutz der Verkäufers genauso eintreten würde, wie für den Schutz des Käufers. Auf den ersten, zweiten und auch dritten Blick (Was sicherlich auch mit der Unübersichtlichkeit der Seite zu tun hat) wurde nicht mit einem Sterbenswörtchen darauf hingewiesen das der Verkäuferschutz nur in Kraft tritt wenn man alles schriftlich und feinsäuberlich Dokumentiert hat. Ich bin auch der Meinung das es selbst dann schwierig werden würde und mehrfache Recherchen im Netz zeigen: Ich bin damit nicht alleine!

Ob das ganze nun vor Zeugen stattgefunden hat oder nicht interessiert bei Paypal natürlich auch niemanden.

Leider bestätige sich keine 24 Stunden später mein ungutes Bauchgefühl, denn das Geld wurde von Paypal direkt mittels in Kraft getretenem Käuferschutz zurück zum Ursprungskonto überwiesen. Mein Paypalkonto wurde ins Minus gezogen. Begründung: Nicht autorisierter Transfer.

Schön und gut, dachte ich mich. Der Käufer kann ja viel erzählen wenn der Tag lang ist. Ich versuchte alles Hebel in Bewegung zu setzen. Angefangen von Anrufen bei Paypal, über das einschalten eines Anwalts, einer Anzeige bei der Polizei, bis hin zu regem E-Mailverkehr zwischen mir und Paypal. Nichts half. Mehr noch: Paypal versuchte mich zu beschwichtigen mit offensichtlich standardisierten E-Mails, Mitarbeiter gaben am Telefon offen zu das dies kein Einzelfall sei und leider häufiger geschehe. Die Internetrecherchen gaben ein immer katastrophaleres Bild ab. Offenbar wurde das Konto des vermeintlichen Käufers gehackt, oder er ist auf eine der vielen Fishingseiten reingefallen oder er hat schlicht sein Passwort freimütig heraus geplaude

Wie ist das bei echten Banken?

Ich schrieb Paypal eine längere E-Mail in der ich darauf Hinwies das ich nicht Begreifen kann, wie ich für eine vermeintlich ehrliche Transaktion bestraft werden soll, wenn doch der Käufer offensichtlich leichtfertig mit seinen Daten umgegangen ist. Wie ist das bei echten Banken? Ersetzt mir meine Bank so ohne Weiteres und mit wenigen Klicks mein Geld, wenn ich so mit TAN / Passwort umgehe? Mit Sicherheit nicht.

Ich kam mir so Dumm vor, das ich auf eine solche Aktion hereingefallen war. Es war mir einfach peinlich. Ich beriet mich mit vielen Kollegen (Allesamt in der Internet-Branche unterwegs), mit Freunden und meiner Familie. Jeder einzelne war sich bei meinen Schilderungen nicht sicher ob er nicht ebenso hereingefallen wäre. Die meisten sagten mir auch direkt: “Wenn das Geld auf Ihrem Konto eingegangen wäre, wären Sie genauso diesem Trickbetrüger auf den Leim gegangen wie ich es bin.”

Paypal antwortete wieder lediglich mit standardisierten E-Mails. Ich kündigte Paypal an, das ich diese für mich unfassbare Story in Weblogs veröffentlichen werde, sollte hier kein Einlenken stattfinden. Was für mich unverständlich ist: Ebay Kleinanzeigen gehört mit zu Ebay und damit auch zu Paypal. Nichts desto trotz, gibt es hier keinen echten Käuferschutz / Verkäuferschutz. Mittlerweile und da sich die Probleme scheinbar häufen gibt es lediglich ein paar unscheinbare Warnhinweise. Gegenteilig dazu gibt es auf Facebook wiederholt Werbeeinblendungen in denen suggeriert wird wie Sicher Paypal doch sei.

Der aktuelle Stand der Dinge ist, dass Paypal mir mehrfach freundliche E-Mails gesendet hat, in denen lediglich auf einen Minusstand meines Kontos hingewiesen worden ist. Kein Sterbenswörtchen von Mahnung. Die letzte E-Mail kam direkt von einer berühmt-berüchtigten Rechtsanwaltskanzlei (KSP) welche nun noch mal knapp 90Euro an Forderungen draufgelegt hat. Zu dieser ist im Netz auch eine ganze Menge zu finden. Auch wenn ich noch nicht weiß wo der Weg hinführt, habe ich entschieden mich auf einen Kampf Goliath gegen David einzulassen und werde diesen Forderungen nicht nachgehen. Bis jetzt ist es bei Mahnungen seitens der KSP geblieben. Mit einem gerichtlichen Mahnbescheid rechne ich jedoch jederzeit. Auch diesem werde ich widersprechend und abwarten ob KSP (und damit Paypal) wirklich eine öffentliche Diskussion um deren AGB führen möchte oder nicht. Liebe Leser, hier seit Ihr gefragt: Unterstützt mich bitte! Und wenn es nur das Linksharen auf Facebook, Twitter und co ist. Alles hilft! Erzählt Euren Freunden, Familien und Bekannten davon.

Vorsichtigererer!

Ich weiß nicht was dieser Beitrag bringt, ausser das ich mir meinen Frust über diese Aktion von der Seele schreibe. Natürlich hoffe ich er findet Verbreitung. Nicht um einem Unternehmen zu schaden, sondern um deutlich zu machen das hier eine für Euch gefährliche Sicherheitslücke besteht und es leider bei Paypal nicht wirklich von Interesse ist. Im Gegenteil: Dort wird nicht von Fall zu Fall entschieden, sondern anhand eines Leitfadens bei dem nach Möglichkeit soviele Fälle wie möglich mit wenigen Klicks entschieden werden.

Obwohl dort bekannt ist, dass diese Fälle häufiger auftreten wird munter mit den Claim “Sichererer” weitergeworben.

Die nächste Masche von Trickbetrügern ist vorprogrammiert. Solange dies der Fall ist und dieses Unternehmen so handelt wie es derzeit der Fall ist, kommt für mich eine Transaktion mit meinem Geld nicht in Frage. Ich kann aus meinen eigenen Erfahrungen nur warnen: Finger weg von dem vermeintlich sicheren Bezahlsystem Paypal und hört auf Euer Bauchgefühl. Das hat in 99% der Fälle recht. Bitte Weitersagen!

Daily Digest for July 5th

// Juli 5th, 2010 // No Comments » // Allgemein

twitter (feed #2)
38grad – ich bin begeistert:( [medienvirus]

Daily Digest for July 4th

// Juli 4th, 2010 // No Comments » // Allgemein

twitter (feed #2)
Schlaaaaaaaaaaaaaaaand !!! [medienvirus]

Video Dylan Cole

// Oktober 18th, 2009 // 1 Comment » // Allgemein

Das alte Theme hat mich nun doch etwas gelangweilt. Eh ich dazu komme ein neues zu Designen – jaja, der eigene Anspruch – kommt nun vorläufig ein etwas Zeitgemäßeres daher. An einigen Ecken wird noch gewerkelt. Der Twitterlifestream wird hoffentlich die kommenden Tage funktionieren.

Als Schmankerl bis dahin: Dylan Coles Demoreel.

Wassup 2008 – Vote Obama and change something

// Oktober 28th, 2008 // 1 Comment » // Allgemein, Privat, Werbung

Wenn das nicht mal ein Spot für Obama ist: ;)

Lass mich rein…

// Juni 11th, 2008 // No Comments » // Allgemein

Datennirvana per se

// April 2nd, 2008 // No Comments » // Allgemein

Als ich vor einigen Wochen von einem gewissen Harvard-Professor mit dem Namen Viktor Mayer-Schönberger und seinem Vorschlag hörte, das digitale Daten mit einem Verfallsdatum gekennzeichnet werden müssen – dachte ich ehrlich gesagt, der Gute sei von Gestern und irgendwo in den späten 70igern stehen geblieben. Doch das heutige Interview auf golem.de belehrte mich eines besseren.

Also unbedingt reinlesen und sich eine eigene Meinung bilden.

» Zum Artikel

Highspeed Detail

// März 21st, 2008 // No Comments » // Allgemein, Privat, Werbung

Wenn ich in den letzten Wochen eins gelernt habe – und zwar egal ob im privatem, oder im beruflichem – dann das es auf jedes Detail ankommt.

Doch was sich vielleicht nach unglaublich viel Arbeit anhören mag, kann einem ganz widersprüchlich nur mit aller Leichtigkeit, Besonnenheit und Ruhe gelingen. Wenn es genau in diesem Augenblick anfängt Spass zu machen: Dann ist es richtig!

Design Thinking – Innovation ist erlernbar

// März 1st, 2008 // No Comments » // Allgemein

Interessanter Artikel auf Golem.de über d.schools in Stanford und jetzt auch in Potsdam. Die beiden SAP-Gründer Hasso Plattner und Terry Winograd räumen hier gehörig mit dem Vorurteil auf, dass man entweder

mit dem Talent gesegnet ist innovativ zu sein, oder eben nicht. Ein Zitat sei vorweg genommen:

“In herkömmlichen Ingenieursschulen lernten Studenten sehr gut, die richtige Lösung für ein Problem zu finden. An der d.school lehren wir, das richtige Problem zu finden.”

Insofern eignet sich der einjährige Studiengang eher fü r be

rufserfahrene Absolventen als Zusatzqualifikation.

Links: » Golem.de – Neue Wege im Design

Frühstückslink

// Februar 20th, 2008 // No Comments » // Allgemein, Portfolio & Kunst

Eben gefunden und für alle Fans von HDR Bildern bestimmt einen Blick wert: