Adobe in 5 Jahren pleite?

// August 13th, 2007 // Programme

Adobe Abzocke

Nachdem man sich drüben bei hoemmerich schon über die unverständliche Preispolitik von Adobe aufgeregt hat, gibt es hier nun Unterstützungsfeuer! So kann es nä mlich nicht weitergehen.

Preisdifferenzen von knapp 1.800Eur kann man nicht mehr mit lokalen Distributionsschwierigkeiten rechtfertigen. Wir leben immerhin in Europa und nicht auf einer kleinen Insel. Der Markt allein in Deutschland ist gewaltig. Wir haben mehrere hochkarätige Agenturen die für internationale Kunden arbeiten. Adobe bringt sehr gute Programme auf den Markt, die für viele von uns ein defakto Industriestandard darstellen, aber leider scheint es so als würde sich das Management auf seinen Lorbeeren ausruhen und nun Ihre Macht missbrauchen.

Wohin so etwas führen kann, weiß jeder von uns: Hochmut kommt vor dem Fall und dabei geht es mir nicht nur um die Preispolitik.

Jeder der sich die CS3 länger anschauen durfte hat doch auch festgestellt, dass an vielen Ecken und Kanten eben nicht nachgebessert wurde. So fragt man sich z.B.:

  • Warum die Bridge immer noch nicht den Inhalt von *.pat und *.abr darstellen kann?
  • Warum die Farbwähler in jedem Programm unterschiedlicher nicht hätten sein können?
  • Warum es in Photoshop nicht möglich ist intuitiver Farbharmonien und -kontraste auszuwählen, wie es jetzt in Illustrator der Fall ist?
  • Warum aus dem Erfolg von Freehand nicht gelernt worden ist und immer noch mehrseitige Dokumente einfach nicht möglich sind – mit dem merkwürdigen Argument, dass man sich dann zuviel Konkurrenz zu InDesign machen würde.
  • Warum in Illustrator die Tangentenanfasserpunkte (wie in Freehand) immer noch nicht direkt über Werte manipulierbar sind?
  • Warum so viele Shortcuts die ein und die selbe Funktion haben, in jedem Programm standardmäßig unterschiedlich sind? (Bsp.: Rückgängig)
  • usw. usw. usw.

Zuletzt möchte ich noch darauf Hinweisen, dass es mir nicht darum geht Adobes Image zu schädigen – ihr werdet hier auch keinen Link zu Alternativen finden, denn es gibt keine echten Alternativen. Zumindest noch nicht. Es geht mir nur darum das Adobe für meinen Geschmack etwas zu Schwerfällig geworden ist und nun die falschen Prioritäten setzt. Die Creative Suite 3 ist gut, keine Frage. Sie bringt auch Features mit die man wirklich gerne nutzen würde, aber zum einen hätte Sie (gerade nach dem Kauf von Macromedia!) um einiges besser sein können und zum anderen sind die Preise in Deutschland nicht gerechtfertigt. Ich hoffe das es Abobe in 5 Jahren natürlich immer noch gibt und sie uns mit weiterhin herausragenden Softwarepaketen unseren Arbeitsalltag versüßen. Das kann man bei dem Preis auch erwarten, denke ich.

Liebe Leser: Beteiligt Euch bitte an der Kritik und sagt Adobe Eure Meinung! Das Logo kann frei verwendet und verändert werden. Ihr könnt es hier herunterladen.

12 Responses to “Adobe in 5 Jahren pleite?”

  1. Hallo Jens,

    danke für das Unterstützungsfeuer! Ich hoffe sehr, dass unsere Kritik gehört wird und kann nur jeden ähnlich Denkenden bitten, sich uns anzuschließen. ;)

    Martin

  2. Markus sagt:

    Hmm. Also knapp 1.800 Euro an Mehrkosten in Europa ergeben sich für die MasterCollection wenn ich Dollar nach aktuellem Tageskurs in Euro umrechne und den amerikanischen Store-Preis mit dem deutschen Brutto–Preis vergleiche. Anders sieht es aus wenn ich den amerikanischen Preis von 2.499 mit dem deutschen Netto-Preis von 2.999 vergleiche. Dann ergibt sich ein Unterschied von 500. Die Frage ist nun, in wie fern der hohe Euro und deutsche Steuern den Mehrpreis mit verschulden. Ich denke die Wahrheit liegt irgendwo zwischen den 1.800 und den 500. Dann darf man nicht vergessen, dass ein VW-Golf in USA ja auch wesentlich weniger kostet als in Deutschland (von Österreich schweige ich mal). Arroganz von VW? ;-) Dafür ist eine Immobile oder ein nettes Abendessen in einem gediegenen Restaurant für einen Durchschnittsmitteleuropäer in Miami praktisch unerschwinglich. Die Märkte sind unterschiedlich.
    Ich will hier nicht den Anwalt von Adobe spielen und würde mich eurer Kritik ja gerne anschließen. Aber ich habe das Gefühl, dass der Protest wenig differenziert ist. Aber für Versuche das Feuer etwas zu relativieren bin ich bei hömmrich ja auch schon in die Schranken gewiesen worden. Also: Lasst?s brennen, Jungs! ;-)

  3. Jens Bayer sagt:

    Hallo Markus,

    danke für Deinen Beitrag. Niemand wird hier in die Schranken gewiesen – ich denke auch das es bei hoemmerich nicht so gemeint war. Aber ich finde es spricht auch nichts dagegen sich über ein Thema mal etwas emotionaler zu Unterhalten. ;)
    Damit Du aber weißt, dass ich auch zum Gegenteil in der Lage bin: Deine Rechnung kann ich leider nicht ganz nachvollziehen und folgende Aufstellung habe ich:

    Am Beispiel der Mastercollection:
    Vollversion
    2499 US Dollar laut Adobe.com für die englische Mastercollection = 1838.80 Euro
    3568.81 Euro laut Adobe.de für die deutsche Mastercollection = 4850.16 US Dollar

    Preisdifferenzen für eine komplette Suite:
    Dollar: 2351.16 Dollar teurer
    Euro: 1730,01 Euro teurer
    (Hier schlägt es für mich einfach dem Fass den Boden aus – rein Argumentativ)

    Das Upgrade:
    1399 US Dollar laut Adobe.com für die englische Mastercollection = 1029.40 Euro
    2021.81 Euro laut Adobe.de für die deutsche Mastercollection = 2747.72 US Dollar

    Preisdifferenzen für ein Update:
    Dollar: 1348.72 Dollar teurer
    Euro: 992.41 Euro
    (Ich hoffe ich habe mich nirgendwo verrechnet)

    Das waren jetzt alles Bruttopreise. Sicherlich könnte man jetzt noch die Nettopreise miteinander vergleichen, aber an dem prozentualen Aufschlag für den Europäischen Markt würde sich ja deswegen nichts ändern. Fakt ist außerdem das wir die reinen Währungszahlen miteinander vergleichen können wie wir wollen, bezahlen tun wir in unserem Land ja doch mit dem Euro und daran kommt kaum einer vorbei. Desweiteren zahlen die Amerikaner und andere Länder ja auch steuern, oder?

  4. Markus sagt:

    Soweit ich weiss, sind die amerikanischen Steuern im Verhältnis zu den hiesigen mehr oder weniger zu vernachlässigen. Und ich nehme mal an, dass die MwSt nicht das einzige ist, was wir hier in Europa für unsere Produkte drauf zahlen. Außerdem glaube ich auch nicht, dass man Produkte nach Tageskurs von einer Währung auf die andere umrechnen kann. Wie ich schrieb: ich denke, der tatsächlich relevante Aufpreis liegt zwischen meiner Milchmädchenrechnung (500 Eier) und deiner (1.800) ? was ja noch immer recht ordentlich wäre und eine sachliche Kritik wert.
    Leider kann ich mich einer wenig sachlichen Kritik wie sie bei Hömmrich artikuliert wurde nicht anschließen. Da wurde doch neben der Kritik am Preis, auch gleich das ganze CS3 Update madig gemacht (nicht von Martin Hömmrich selbst, aber die Kommentare schlugen dann im Wesentlichen schon in diese Kerbe).
    Ich arbeite mit Photoshop seit 2.5. Seit der Einführung von Ebenen hat es keine wesentlichen Innovationen mehr gegeben ? ich glaube das war PS 3. Alles was später dazu kam, waren Gimmicks. Gimmicks, die ich nicht missen möchte, aber nicht überlebensnotwendig.
    Ich arbeite mit InDesign seit 1.5. Mit ID 4 war auch dieses Programm ausgereift. Die Neuerungen in Version 4 brauchen nur mehr wenige unbedingt.
    Illustrator war wohl auch mit Version 6 ausgereift. Seither wird nur mehr ausgebaut. Aber man könnte nach wie vor mit 6 gut arbeiten.
    Andererseits: mir hat noch jedes Update Vorteile gebracht, die die Kosten dafür allemal wettgemacht haben (wiederhole ich mich?)
    Über den Preiszettel in Europa mag man sich mokkieren können. Da schließe ich mich einer sachlichen Kritik gerne, auch in meinem Weblog, an. Aber die sachliche Kritik sehe ich nicht recht. InDesign CS3 ist bei mir eine saubere, akzeptabel schnelle, stabile Version mit sinnvollen Neuerungen.
    Übrigens: du bist auf den VW-Golf, die Immobilien und das Essen nicht eingegangen. ;-)

  5. Markus sagt:

    PS: Die Neuerungen in Version 5 brauchen nur mehr Wenige unbedingt.

  6. Jens Bayer sagt:

    Ich war selbst noch nie in den USA, aber weiß das die dortigen “sales-tax” unseren Mehrwersteuern am ähnlichsten sind. Diese werden von jedem Bundestaat festgelegt und belaufen sich zwischen 3% und 8%. Natürlich nicht so viel wie in Deutschland, aber auch nicht unbedingt zu vernachlässigen.
    Ein anderes und vielleicht besseres Beispiel ist der Vertrieb von Windows Vista (Ich weiß, ich bin auch kein Freund der Software!). In Canada kostet es ca. 63? mehr (Siehe auch Kommentare auf Ulf Theis). Und ich habe das nachgeprüft: Weder wirtschaftlich, noch lokalisierungstechnisch unterscheiden sich die beiden Staaten im groben. Warum dann also 23% mehr?
    Klar, ich würde es vermutlich auch versuchen wenn ich an Adobes stelle wäre. Das ist nun mal Markt- und Absatzwirtschaft. Aber das heißt noch lange nicht das man sich das als Käufer und Kunde gefallen lassen muss. Wenn man willens ist etwas dagegen zu unternehmen, kann man zumindest versuchen einen Kompromiss zu erzielen. Dann wäre schon viel gewonnen – für jeden von uns.

    Einer der Kommentare die auch das gesamte Updgrade “madig” gemacht haben, stammt von mir. Und wenn wir Begrifflichkeiten wie “madig” verwenden, finde ich könnte ich jetzt auch anfangen Unsachlichkeit zu unterstellen. Möchte ich aber eigentlich nicht, denn man kann es meiner Meinung nach nicht von einander trennen. Was war zuerst da? Henne oder Ei? Das Produkt bezahlt man auch für die neuen Funktionen und eben auch für eine ständige Verbesserung. Erneut und da schließe ich mich Hoemmerich (und bestimmt auch Dir) an: Ich halte hohe Stücke auf Adobe und deren Produkte. Dennoch bleibt ein fader Beigeschmack, wenn man solch teure Software (egal in welchem Verhältnis nun auch immer) startet und nach wenigen Klicks feststellen muss, dass auf der einen Seite sehr gute neue Features implementiert wurden sind und auf der anderen Seite der Staub der vergangenen Versionen noch immer unbeachtet da liegt (Siehe Beispiele in meinem Beitrag). Wenn dann noch diese Geschichte mit der Preispolitik auffällt, hat man allen Grund sich zu beschweren finde ich. Habe ich damit so unrecht? Ist es deswegen so unsachlich?

    Zum VW Golf, auch wenn ich so etwas nie kaufen würde: Klar. Auch hier unterschiedliche Absatzpolitik. In den USA wird er laut Deiner Aussage günstiger verkauft. Hergestellt wird er meines Wissens nach trotzdem in Wolfsburg. Ergo müssten Sie ihn dank Shipping und sonstigen Einfuhrkosten dort ja eher teurer Verkaufen. Tun sie aber nicht, da man den “Rabbit”, wie er dort genannt wird, sonst nicht kaufen würde. Die Kunden haben gesprochen. Das können wir hier auch.

    Auf Miamis Immobilien und Essen gehe ich jetzt nur ganz kurz ein, da dies zum einen wieder an örtlichen Gegebenheiten liegen kann und zum anderen nichts mit Export zu tun hat, oder? ;) Es gibt ja auch z.B. hier in Deutschland Immobilien und gutes Essen, welches ein Durchschnittsverdiener in den Ruin treiben könnte – warst Du schon mal auf Sylt? ;)

  7. Markus sagt:

    Ich bin absolut kein Fachmann, wenn es um internationale Preispolitik geht. Ich sehe nur, dass man gerne mal mit aufspringt, wenn irgendwo jemand an den Pranger gestellt wird. Ich habe mal eine ähnliche Diskussion mit verfolgen können, als der FontShop
    kritisiert wurde, weil seine Schriften in USA wesentlich billiger sind als hierzulande. Kanada wurde in diesem Zusammenhang auch genannt. Erik Spiekermann hat damals argumentiert, dass man Preise nicht einfach von einem Land aufs andere umlegen kann. Ein BigMac kostet auch an jedem Ort einen anderen Preis, obwohl ja überall das gleiche drin sein soll. Aber wie gesagt: ich bin zu wenig ökonome um das selbst beurteilen zu können. Ich halte Erik diesbezüglich aber für einigermaßen integer und glaube, da wird schon was dran sein, wenn er das so sagt.
    Wie schon mehrfach gesagt: ich stehe der Preispolitik von Adobe auch etwas skeptisch gegenüber. Und es gibt vieles, was man an Adobe CS beanstanden kann. Relativ betrachtet! Relativ betrachtet, halte ich nach wie vor Adobe CS für eine hervorragendes Produkt. Wie ich sagte: Wo viel Licht, da auch Schatten. Das Thema in Blogs fundiert aufgreifen: ja. Eine fundierte Petition an Adobe: wenn die Kritik Hand und Fuß hat: ja. Aber einen Umstieg zu Corel zu propagieren (kann Painter Photoshop ersetzen? und was ersetzt InDesign?) und Adobe in fünf Jahren den Ruin zu prophezeien, da kann ich nur fragen, ob das Kind nicht mit dem Bade ausgeschüttet wird.
    Auch dem Jammer der ?armen? Agenturen sie könnten sich CS nimmer leisten, stehe ich mindestens genau so kritisch gegenüber wie der Preispolitik von Konzernen.
    Unterm Stich: Cool down, Leute.

  8. Jens Bayer sagt:

    Eben das möchte ich ja nicht. Ein Umstieg auf Corel kommt für mich nicht in Frage. Derzeit noch nicht, aber das haben damals auch alle gesagt die auf XPress geschworen haben – bis InDesign kam und mit eben genau diesen Problemen aufräumte, die Xpress schon lange mit sich rumgetragen hatte. Genauso räumte es damals auch mit Preisvorstellungen auf, denn auch wenn InDesign vermeintlich teuer ist, so hinkte der Vergleich ganz mächtig gegenüber der unbezahlbaren Konkurrenz.
    Meine Headline soll natürlich reißerisch klingen, das gebe ich gern zu. Ich bin Werber und mag es Menschen zu etwas zu bewegen was sie sonst vielleicht nicht tun würden. Das hat bitte nichts mit böswilliger Beeinflussung zu tun. Hoemmerich hat diese reißerische Ader auch in seinem Artikel ausgelebt – sogar noch besser als ich es kann. Das läßt sich einfach netter und spannender Lesen – aber im Kern meinen wir das selbe und das sogar so fundiert wie man es sich wünscht (Hoffe ich zumindest ;) ). Letztenendes habe ich auch ein Interesse daran Menschen auf mein Blog aufmerksam zu machen. Unsere lokalen verwöhnten Agenturen werden natürlich nicht am Preis von Adobe eingehen – da hast Du vollkommen recht – aber ein kleiner Freelancer vielleicht schon. Und dann ist da ein wahrer Kern dabei was meine Headline betrifft, wenn man sich das Beispiel mit Xpress anschaut. Binnen weniger als 5 Jahren war ein ehemalige Marktführer fast weg vom Fenster.
    Kurz zurück zu CorelPainter: Painter ist kein Photoshop, aber für Mattepainter und andere Digitalartists mindestens genauso unersätzlich, wenn nicht sogar erste Wahl. Wenn Du Lust hast, erkundige Dich in der Branche. Es gibt ein haufen Künstler die Ihre Meisterwerke ausschliesslich mit Painter entstehen lassen. Die Gründe dafür sind ganz banal: Intuitivere Farbwahl und eine einfachere Brushengine. Vielleicht auch noch der Preis, aber das sie mal dahingestellt. Als Adobeuser wünsche ich mir eben dies auch für das Produkt meiner Wahl und zu einem fairen Preis. Thats all…

    Zu Erik Spiekermann kann ich kaum etwas sagen, ausser das ich ihn in einem Videoblog mal gesehen habe und ab und an etwas über ihn lese. Sicherlich ist er ein sympathischer Mensch und ein mehr als herrausragender Designer. Aber auch er verfolgt ganz professionell Betrachtet wirtschaftliche Interessen. Oder warum macht er ein Redesign für die PC-Professional, während es beschlossene Sache ist das es dieses Magazin nicht mehr lange geben wird? Also auch hier kann ich Dein Zitat nur aufgreifen: Wo Licht ist, ist auch Schatten. Oder warum sollte Erik (was rein wirtschaftliche Aussagen betrifft!) glaubwürdiger sein als Bruce Chizen sein?

    p.s.: Ich bin ganz cool. Es macht mir sogar Spass mal eine Diskussion auf diese Art zu führen. ;)

  9. Killmag10 sagt:

    Hi
    zu euern Problemen
    schonmal GIMP probiert ?

    http://www.gimp.org

  10. Bevor ich auf die Themen eingehe, möchte ich Euch beiden erst mal sagen, wie gut ich diese Diskussion finde. Es zeigt doch, dass dieses Thema viele Fragen aufwirft und sicher von allen Seiten beleuchtet/aufgeklärt werden sollte.

    Was den Artikel in meinem Weblog und die Diskussion angeht, kann ich nur nochmals betonen, dass es mir persönlich nur(!) um die Preispolitik für ein ansonsten erstklassiges Produkt geht. Klar ist aber auch, dass jeder seine eignen Probleme mit einem Softwareprodukt hat und die natürlich auch vorträgt.
    Betrachtet man den Preisunterschied und die verschiedenen Erklärungen (siehe Links unter meinem Artikel), komme zumindest ich schnell auf den Gedanken, dass schon wenige tausend verkaufte Lizenzen mehrere Millionen Euro Einnahmen bedeuten können und, dass man hier möglicherweise nur Erklärungen für eine in meinen Augen beanstandbare Preispolitik sucht.

    Im Grunde stimmen wir in einem Punkt überein: Die Preispolitik scheint nachteilig für Europäer. Selbst die Automobilbranche muss ?drüben? günstigere Preise verlangen, da man sonst die Fahrzeuge nicht an den Mann bringen kann ? das ist eine übergeordnete Politik die europäische Unternehmen sicherlich in die Knie zwingt.
    Der Punkt ist nur: Bei Autos habe ich eine Alternative! Kaufe ich mir keinen Volkswagen, dann eben einen Chrysler. Bei guter Grafik- und Videosoftware habe ich keine besonders große Wahl.
    Und ausschließlich mit GIMP zu arbeiten ist (noch) keine Lösung? ;)

  11. ffx sagt:

    Die CS3 Suite ist meiner Meinung nach überhaupt nicht im Final-Status, sondern schlicht eine als final verkaufte Beta-Version: Auf OSX Intel gibt es mit Flash und Photoshop massive Probleme. Auch die GUI ist so träge geworden, der Flash interne Preview-Player ruckelt nur so ab, egal wieviel Prozessorpower man hat. Photoshop “für web speichern” legt OSX Leopard lahm, so daß man neustarten muss. Auch Flash unter Windows ist eine Zumutung in Sachen GUI-Performance, aber immerhin ruckelt der Preview-Player nicht herum.

    Das einzige, was ich persönlich sehr positiv finde an Adobe ist die Entwicklung von ActionScript 3 und Flex 3. Aber das sind wohl eher die ehemaligen Mitarbeiter von Macromedia, die da gutes leisten. Auch daß sie es öffnen. Bin mal gespannt, ob Flex Builder 3 wirklich günstiger als 2 wird. Denke mal, nicht, bei der Geldgier, die man dort beobachten kann.

    Ich persönlich werde mit deutlich günstigeren Alternativen der Konkurrenz bzw. freier Software arbeiten. Das ist zum Glück möglich.

    Ganz gut ist die Photoshop-Alternative Photoline32, glaube ich. ActionScript 3 geht mit dem kostenlosen Flex Compiler + freier Flash-Compiler-Umgebung. Nur für reine Flash-Grafikarbeiten habe ich noch keine vernünftige Alternative gefunden.

    Wir werden CS3 erst kaufen, wenn man es auch vernünftig benutzen kann.

  12. stahlmann sagt:

    ahoi,

    alle scheinen zu uebersehen, dass die adobe software (ich will adobe um gottes willen nicht heilig sprechen) auf einem betriebssystem aufsetzt. und das heisst bei den meisten mac’ern inzwischen leopard. und DAS verursacht die probleme. ca. 70% aller adobe probleme führen auf nen leo zurück. das ist ein fakt.
    und die ganzen user rufen dann alle bei der adobe hotline an, meckern weil sie deadlines haben und keine zeit, sich mit “cs2 oder cs3 probs rumzuschlagen”. aber zeit haben sie, aufn leo umzusteigen (bei vollen auftragsbuechern). und da kann man den adobefritzen nicht seine eigene unprofessionalitaet vorwerfen. das sollte man nicht vergessen.

Leave a Reply