Richtiges Impressum und Datenschutzerklärung für meine Website (DSGVO)

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Wie erstelle ich ein richtiges Impressum und Datenschutzerklärung für meine Website nach der aktuellen DSGVO?

Hinweis: Dieser Beitrag wurde zuletzt am 10.04.2018 aktualisiert und wird im Zuge der DSGVO – Datenschutzgrundverordnung laufen aktualisiert. Ggf. werden wir auch weitere Beiträge dazu veröffentlichen, da vielen das Thema unter den Nägeln brennt. Am 25.05.2018 wird die DSVGO ohne weitere Übergangsfrist in Kraft treten.

Das fühlt sich so ein wenig an wie auf dem Bild zu sehen. Auf der einen Seite ist man glücklicher Websitenbetreiber und stolz auf jedes Detail und auf der anderen Seite wird man mit rechtlichen Bestimmungen konfrontiert.

In den vergangenen Monaten kam es zu einigen kostspieligen Urteilen. In diesem Beitrag wollen wir Dir helfen, diese für Deine Website zu vermeiden. Ein wichtiger Hinweis hierzu vorab: Wir sind keine Rechtsanwälte, noch wollen wir mit diesem Beitrag einen akkreditierten Anwalt ersetzen. Im Zweifel ist also eine ordentliche Rechtsberatung diesem Beitrag immer vorzuziehen! Für Vollständigkeit, Richtigkeit und Beständigkeit der Impressumsangaben, Datenschutzerklärung, Deinen AGB, usw. übernehmen wir ebenso keine Haftung wie für die rechtskonforme Einbindung der Selbigen in Deine Website.

Doch bitte keine Sorge, das Ganze soll jetzt hier kein ewig langer Text werden, wo bei Dir am Ende mehr Fragezeichen im Kopf entstehen, als sie vorher da waren. Wir verlinken hier einige Seiten, die bereits entsprechende Lösungen bieten. Du kannst dafür einfach auf die Links unten klicken und die Hilfestellungen der jeweiligen Websiten nutzen. Wenn Du die Hilfestellungen nutzen möchtest, kannst Du uns die Daten dann zur Verfügung stellen und wir helfen Dir gerne diese auf Deiner Website zu integrieren. Wir verlinken dann auch die jeweiligen Anbieter.

Es geht uns um 3 wichtige Bereiche und Fragestellungen Deiner Website:

  1. „Wie gestalte ich ein korrektes Impressum für meine Website?“
  2. „Wie erstelle ich eine rechtssichere Datenschutzerklärung für meine Website?“ 
  3. „Wie binde ich Social-Media rechtssicher ein?“

Alle 3 Fragestellungen beziehen sich auf aktuelle Fälle der letzten Wochen und Monate und sollten schnellstmöglich von Dir angegangen werden. Die Streitfälle sind zwar in Deutschland entschieden worden, jedoch kann es dazu kommen das diese noch einmal von EU-Stellen bestätigt werden.

Wenn Du unsicher bist was genau zu tun ist, können wir Dir gerne helfen. Egal ob Du bereits Deine Website bei uns hast, oder nicht.

Bevor wir uns den einzelnen Bereichen widmen noch ein letzter Hinweis:

Verlinke Deine Dokumente bitte so, dass Sie mit einem Klick erreichbar sind. Das kannst Du z.B. ganz unten im Footer (Fußbereich) Deiner Website erledigen, oder auch ganz oben in der schmalen Kopfzeile über dem Header (Kopfbereich). Letztere lohnt sich übrigens auch immer um dort eine Telefonnummer anzugeben, wenn es zum Beispiel wichtig ist, dass wiederkehrende Kunden Dich schnell telefonisch erreichen können. Du solltest für die Verlinkung von simplen Symbolen wie z.B. dem Paragraphen-Symbol Abstand nehmen. Es muss für jeden sofort erkennbar sein, das hinter diesem Link ein „Impressum“ liegt, bzw. eine „Datenschutzerklärung“, oder „AGB“, etc. Ist ja auch logisch. Du willst ja auch nicht, dass bei dem neuen Kaufvertrag von Deinem Auto steht: „Die AGB haben wir übrigens irgendwo im Kofferraum versteckt. Findeste dann schon, wenn Du nur lange genug suchst.“

Rechtssicheres Impressum

Wie gestalte ich ein rechtssicheres Impressum für meine Website?

Informationspflichten nach § 5 TMG

Wer im Internet Waren oder Dienstleistungen geschäftsmäßig anbietet, muss grundsätzlich bestimmte Informationen an deutlich sichtbarer Stelle auf seiner Website bereithalten, § 5 Telemediengesetz (TMG).

§ 5 TMG findet Anwendung auf Telemediendienste. Zu den Telemediendiensten gehören unter anderem E-Commerce Angebote, Internetseiten, Suchmaschinen, Navigationshilfen, Telebanking oder Internetwerbung. Damit ist auch der Anbieter von Waren oder Dienstleistungen im Internet zur Bereithaltung der Informationen verpflichtet. Die so genannte „Anbieterkennzeichnung“ muss leicht erkennbar, unmittelbar erreichbar und ständig verfügbar sein. Sie sollte daher eindeutig („Anbieterkennzeichnung“, „Impressum“) bezeichnet sein und so platziert werden, dass ein Nutzer sie ohne Probleme finden kann (kein seitenlanges Scrollen, nicht zu viele Links).

Rechtssichere Datenschutzerklärung (DSGVO)

Wie erstelle ich eine rechtssichere Datenschutzerklärung für meine Website?

Datenschutzerklärung

Eine Datenschutzerklärung (auch englisch Privacy Policy genannt) umschreibt Maßnahmen, die eine Organisation ergreift, um die Privatsphäre seines Kunden oder Benutzers zu wahren. Besonders schützenswert sind hierbei erhobene personenbezogene Daten. Darüber hinaus wird üblicherweise dargelegt, wie diese Daten gesammelt, genutzt und ob sie gegebenenfalls an Dritte weitergegeben werden.

Eine auf einer Website hinterlegte Privacy Policy kann auch über vorgegebenen Standards von P3P oder der Internet Content Rating Association definiert werden.

 

 

Rechtssichere Social-Media Einbindung

Wie binde ich Social-Media rechtssicher ein?

Social-Media Einbindung – ACHTUNG! Aktuelle Entscheidung vom LG Düsseldorf, 09.03.2016

Schwierige Kiste. Es gibt derzeit kaum eine Website die dies richtig macht. Im Augenblick halten viele die Füße still – bis die ersten Abmahnungen eintrudeln, oder das Urteil von einer höheren Instanz gekippt wird. Wer es dennoch richtig machen will, verzichtet derzeit entweder komplett auf Social-Media „Like“ Buttons, oder ersetzt diese durch eine sogenannte 2-Klick Lösung.

Meine persönliche Meinung: Dieses Urteil scheint in seiner Formulierung nicht zu Ende gedacht zu sein. Denn so wie es derzeit lautet, würde sogar die Einbindung eines Youtube-Videos eine potenzielle Abmahngefahr bedeuten.

Gerne helfen wir Dir eine für Dich praktikable Lösung zu finden.

Und sonst?

  • Verwendest Du Cookies? Dann brauchst Du einen Cookie Hinweis auf Deiner Website.
  • Verwendest Du Google-Analytics? Dann solltest Du darauf achten, dass die Daten die Du damit sammelst „anonymisiert“ werden.
  • Verwendest Du Google-Webfonts? Dann achte darauf das Sie richtig eingebunden sind, warte bis Google DSGVO-Konform damit arbeitet, oder tausche sie aus.

Haben Dir diese Tipps geholfen? Oder hast Du noch Anregungen, Kritik, einen Fehler gefunden? Lass es mich in den Kommentaren wissen.

Über jede Empfehlung dieses Beitrags auf Twitter oder Facebook bin ich Dir natürlich auch sehr dankbar!

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Danke an gratisography.com – Die Bilder wurden medienvirus für diesen Beitrag zur Verfügung gestellt. Alle Rechte vorbehalten. Weitere Infos auf den Seiten der Betreiber.

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Showing 2 comments
  • Antworten

    Schön, dass ihr diese Infos teilt. Es scheint, dass bei Websitebetreibern noch viel
    Unklarheit herrscht.

  • Antworten

    Mir ist heute siedendheiß klar geworden, dass ich als Webdesignerin ab sofort plötzlich in der Pflicht wäre, Auftragsdatenverarbeitungsverträge mit jedem Kunden abzuschließen, für den ich mal eben auf einer WordPress-Seite einen Bug beheben soll. Denn dann habe ich ja Einblick in alle möglichen Daten, Userprofile, Analytics Daten. Und theoretisch müsste mich dann der Seitenbetreiber auch sofort ins Impressum schreiben, bzw. mindestens allgemein, dass zum Zwecke des technischen Supports Drittanbieter Zugriff haben.

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